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Wien — Österreich

Werkstatt Sozialwissenschaft

Neue Publikationen

Hier finden sich in von Zeit zu Zeit und in lockerer Abfolge Hinweise auf Lese-schmankerln, Bibliographien u.a.

Stand: 23.09.2009

Aus „Pressetext“ vom 15.4.2010:

"Wenn nicht bald etwas geschieht, fahren wir an die Wand." Zu diesem Schluss kommt Buchautor und Zukunftsforscher Peter Zellmann http://www.freizeitforschung.at in seinem neuesten Werk "Die Zukunft der Arbeit", das diese Woche im Molden-Verlag  erschienen ist *). Zellmanns Analyse basiert nicht auf reiner Spekulation, sondern auf wissenschaftlichen Studien.

"Man kann heute ganz klar sagen, dass das klassische Bildungs- und Ausbildungsmodell ausgedient hat", so Zellmann gegenüber pressetext. In den kommenden Jahrzehnten werde kein Stein am anderen bleiben. "Wer an das Lebensglück zukünftiger Generationen glaubt, muss sich einmischen. Die Verteilung der Arbeit, die Vermeidung gewaltiger sozialer Verwerfungen und Konflikte braucht ein neues, engagiertes Denken." Die Gestaltung der Zukunft beginne im Jetzt.

*) Link zum Buch (Molden-Verlag)

Verlagstext:  Thema des Buches ist die Entwicklung der europäischen Wirtschaft vom 10. Jahrhundert bis zum Beginn des modernen Wachstums im 19. Jahrhundert. Europa wird im globalen Kontext betrachtet, und die spezifisch europäischen Merkmale werden analysiert. So bietet das Buch ein klares Bild von Struktur und Organisation der vormodernen europäischen Wirtschaft und bestimmt ihre Merkmale, Institutionen und Grenzen vor einem weltweiten Hintergrund.

MAS:  Derzeitiges Standardwerk.

Link zum Buch (Böhlau-UTB)
Inhaltsverzeichnis
Link zur englischen Originalpublikation (Brill)
Paolo Malanima (personal website: u.a. historische italienische Wirtschaftsstatistik)

Kurzrezension N. Horaczek (Falter 31/10)

Eine Einführung in die komplexen Grundlagen menschlichen Verhaltens.

Nils Birbaumer, National Institute of Health (NIH), USA: Systemische Psychologie ist eine systematische und verständliche Einführung in die Theorien komplexer Systeme - die sich insbesondere durch Selbstorganisation strukturieren und selbst steuern können. Das Verständnis selbstorganisierender Prozesse liefert nicht nur eine spannende theoretische Perspektive, um das komplexe menschliche Verhalten, Wahrnehmen, Denken und Fühlen zu verstehen, sondern es bietet auch methodische Ansätze, um Interaktions-prozesse zwischen Menschen zu beschreiben und zu analysieren. In diesem Sinne verstehen wir Systemische Psychologie als einen Zugang zum bio-psycho-sozialen System Mensch, der intra- und interindividuelle Prozesse der Struktur- und Musterbildung modelliert und analysiert. 

Das Adjektiv "systemisch" steht also für einen diziplinübergreifenden methodischen Ansatz, der als Alternative zu deterministischen, mechanischen und kybernetischen Modellen dargestellt wird - und nicht auf eine bestimmte Psychotherapieschule beschränkt bleibt. Systemische Psychologie ist ein Einführungsbuch in die Prozesse der menschlichen Interaktion, die nicht nur für Psychologen, sondern auch für medizinische Psychotherapeuten, Sozialwissenschaftler, Manager und Organisationsberater einen wissenswerten Schlüssel zum Erfolg bei Therapie, Beratung und Management liefern.

Link zum Buch (Spektrum Akadem. Verlag)
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Günter Schiepek

Beschreibung und Rezensionen

Ausgehend von einer lingustisch basierten Methode beschreibt der Frankfurter Soziologe, Wissenschafts-theoretiker und Wissenschafts-geschichtler Gerhard Wagner — in Anlehnung an Panajotis Kondylis — die geistesgeschichtliche Entwicklung von der Antike bis zur Gegenwart. Er stellt dabei auf den Mensch, seine Stellung zur Welt, zu seinen Mitmenschen, zum Staat ab.

Im antiken Denken und seiner christlich-paulinischen Überformung steht — ganz aristotelisch —  der Endzweck aller Entwicklung im Mittelpunkt: worauf hinaus läuft alles Weltgeschehen, und wo ist dabei der Platz für den Einzelnen, die Familie, Gemeinschaft, der Staat?

Mit der Renaissance schiebt sich die Frage nach den Ursachen, das kausale Denken, in den Vordergrund. Die Frage nach dem Ende aller Entwicklung verliert an Bedeutung.

Im 19. und 20. Jahrhundert kommt es unter dem Einfluss der Aufklärung und Bürgerlichkeit zu einer Vermischung teleologischer und kausaler Betrachtungsweisen, wie Wagner u.a. gerade an exemplarischen Vertretern der Soziologie aufzeigt: Compte, Spencer, Simmel und Weber. Dabei gelänge Weber die Synthese teleologischer und kausaler Betrachtung am ehesten.

Erstaunlich die wohl gewagte Schlussfolgerung Wagners: nach Weber käme nur noch ein wenn auch hochprofessionalisiertes soziologisches Epigonentum.

Lesenswert— gerade wegen seines interessanten und ergiebigen  methodischen Ansatzes! (MAS)

Link zum Buch (UTB) 
Inhaltsverzeichnis
Register
Gerhard Wagner

Kritische Rezension (Th. Mergel, H-Soz-Kult, 30.05.2008)
Vorlesungsunterlagen Prof. Knoll (Juni 2010): Klassiker der Soziologie anhand Wagners „Eine Geschichte der Soziologie“)

P. Zellmann: Die Zukunft der Arbeit

G. Strunk, G. Schiepek: Systemische Psychologie

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P. Malanima: Europäische Wirtschaftsgeschichte

G. Wagner: Eine Geschichte der Soziologie

Bibliographien